FAQ - Unsere interkulturellen Beratungsformate

Eine interkulturelle Beratung muss so individuell wie möglich sein, davon sind wir überzeugt. Deshalb haben wir auf dieser Seite häufige Fragen rund um unser Beratungsangebot zusammengestellt.

Sie haben Fragen, die hier nicht behandelt werden? Gerne nehmen wir wir unter Kontakt Ihre Anregungen auf!

1. Was ist ein interkulturelles Training?
2. Was ist ein länderspezifisches Training?
3. Was ist ein interkulturelles Coaching?
4. Was ist ein Executive Briefing?
5. Wie lange muss ein interkulturelles Training dauern, damit es sinnvoll ist?
6. Reicht ein einmaliges Training aus?
7. Ist eine interkulturelle Vorbereitung nötig, wenn ich nur wenige Tage im Ausland bin?
8. Was bringt eine interkulturelle Vorbereitung für den Erfolg einer Messe?
9. Interkulturelles Training ist ja nicht gerade billig – lohnt sich das für mich überhaupt?
10. Woher weiß der Trainer, was ich eigentlich brauche?
11. Ist es sinnvoller, einen deutschen Trainer oder jemanden aus dem Zielland für ein interkulturelles Training einzusetzen?
12. Hat interkulturelle Kompetenz etwas mit Fremdsprachenkenntnissen zu tun?

Was ist ein interkulturelles Training?
Interkulturelles Training beinhaltet eine Form des sozialen Lernens, welche die Entwicklung von interkultureller Kompetenz vorsieht. In einem interkulturellen Training werden die jeweiligen Teilnehmer gezielt auf internationale Aufgaben und Herausforderungen aller Art vorbereitet, so zum Beispiel auf die Zusammenarbeit internationaler Teams, die Entsendung ins Ausland oder auch auf Meetings und Präsentationen in anderen Ländern. Dabei wird besonders auch auf den zwischenmenschlichen Bereich eingegangen, schließlich geht es darum zu verstehen, wie und warum Menschen anderer Kulturen sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten – und wie man selbst in bestimmten Situationen durch seine eigene kulturelle Prägung agiert. Je nach Zielsetzung wird ein interkulturelles Training optimalerweise durch ein nachfolgendes Coaching ergänzt.

Was ist ein länderspezifisches Training?
Abgesehen von Trainings, in denen es um eine generelle Auseinandersetzung mit dem Thema Interkulturalität geht und die es einem ermöglichen, interkulturelle Situationen einzuordnen und zu hinterfragen, gibt es auch länderspezifische Trainings. In diesen geht es um ein spezielles Land/eine spezielle Kultur, mit dem/der ein Teilnehmer zusammenarbeitet oder in das er/sie entsendet wird (etwa ein China-Training, ein Russland-Training, ein Indien-Training etc.). Länderspezifische Trainings zielen darauf ab, neben der generellen Sensibilisierung für interkulturelle Situationen konkrete Hilfestellungen für die Zusammenarbeit mit Menschen aus dem jeweiligen Land zu geben.     

Was beinhaltet ein interkulturelles Coaching?
Im Gegensatz zum wissensorientierten interkulturellen Training liegt beim interkulturellen Coaching der Fokus darauf, die Einstellung und Haltung sowie das Verhalten des Teilnehmers in interkulturellen Situationen zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Denn auch wenn man theoretisch eigentlich weiß, dass ein Mitarbeiter/Kollege aus einem anderen Land anders „tickt“ als man selbst, so ist einem in bestimmten alltäglichen Situationen oft doch nicht klar, wie man damit umgehen soll. Zur Veranschaulichung soll hier  ein Beispiel dienen, das zwar weniger interkulturell, dafür aber vielen von uns durchaus bekannt sein dürfte: Stellen Sie sich vor, Sie möchten abnehmen. Nun besuchen Sie ein Seminar, in dem Ihnen ein Ernährungsberater erklärt, was man alles essen und was man lassen sollte. Mit diesem Wissen gehen Sie gut gerüstet in den Alltag – und merken schnell, dass es gar nicht so einfach ist, die guten Vorsätze umzusetzen, weil es immer wieder Situationen gibt, in denen Sie trotz besseren Wissens in ihr altes Muster verfallen.   Die Begleitung durch einen Coach kann dabei helfen, mit solchen für Sie schwierigen Situationen besser umzugehen. Das Gleiche gilt natürlich auch im interkulturellen Bereich: Durch interaktives, selbstständiges Lernen und Tun werden dem Coachee Kompetenzen zum Umgang mit für ihn schwierigen interkulturellen Situationen vermittelt.

Was ist ein Executive Briefing?
Im geschäftlichen Alltag geht es nicht immer um eine längerfristige Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Kulturen. Vielmehr ist es häufig ist so, dass man nur für kurze und klar definierte Aufgaben in internationalem Kontakt steht. Beispiele sind in diesem Zusammenhang etwa Verhandlungen, eine Präsentation vor potenziellen Kunden oder auch die Einführung einer Qualitätssicherung in einer ausländischen Niederlassung. Um hier erfolgreich zu sein, hilft eine konkrete und kurze Beratung zu dem entsprechenden Thema. Sie halten eine Präsentation vor einem internationalen Publikum? In unserem Executive Briefing schauen wir uns mit Ihnen die Präsentationsunterlagen durch, geben Feedback, passen die Präsentation an die jeweilige Zielkultur an und geben Ihnen Hinweise zum Präsentationsstil. So können sie in kurzer Zeit optimal vorbereitet an Ihrem internationalen Engagement arbeiten.

Wie lange muss ein interkulturelles Training dauern, damit es sinnvoll ist?
Die Länge eines interkulturellen Trainings kann von Situation zu Situation stark variieren. Zum einen ist es notwendig, das Ziel des interkulturellen Trainings sowie die gegebenen Umstände zu berücksichtigen, zum anderen müssen aber auch der Wissens- und Erfahrungsschatz sowie die Lernfähigkeit des Teilnehmers einbezogen werden. Generell ist ein interkulturelles Training auf mindestens einen Tag angesetzt, um eine optimale Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten sicherzustellen. Für verteilte Lerneinheiten bietet sich hingegen eher ein interkulturelles Coaching an.

Reicht ein einmaliges Training aus?
Bei der Anzahl der notwendigen Trainings spielen – ebenso wie bei der Dauer einer Trainingseinheit – die jeweiligen Trainingsziele sowie die Ausgangsvoraussetzungen der Teilnehmer eine Rolle. Ein einmaliges interkulturelles Training kann viel wichtiges Wissen vermitteln, interessante Aspekte beleuchten und eine gute Basis darstellen. Andererseits können Erfahrungen natürlich nicht vorweggenommen werden. Aus diesem Grund sind ein mehrmaliges Training oder aber auch ein begleitendes Coaching zu empfehlen, um somit Erlerntes effizient in die Praxis umsetzen zu können.

Ist eine interkulturelle Vorbereitung nötig, wenn ich nur wenige Tage im Ausland bin?
Selbst bei einem sehr kurzen Aufenthalt im Ausland kann ein interkulturelles Training hilfreich sein. So können Sie bereits durch Situationen wie ein Meeting oder eine Präsentation vor eine interkulturelle Herausforderung gestellt werden, da Sie mit den jeweiligen Gesprächspartnern und Teilnehmern ja interagieren müssen – und das nicht selten in Hinsicht auf Themen, die für Ihr Projekt und Ihr Unternehmen sehr wichtig sind. Hier eignen sich die speziell von change.project entwickelten, etwa zweistündigen interkulturellen Briefings, die konzentriert und länderspezifisch auf bestimmte interkulturelle Themen vorbereiten wie etwa internationale Geschäftsverhandlungen, Meetings, Präsentationen oder auch Geschäftsreisen.

Was bringt eine interkulturelle Vorbereitung für den Erfolg einer Messe?
Viele Unternehmen schauen bei der Vorbereitung auf eine Messe zunächst einmal darauf, ob der Messestand gut aussieht, ob genügend Prospektmaterial vorhanden ist usw. Doch gerade bei einer Messe im Ausland sollten diese Dinge auf die kulturspezifischen Gegebenheiten eines Landes ausgerichtet sein, schließlich gibt es in anderen Kulturen auch andere Vorstellungen davon, was „gut aussieht“ oder angemessen ist. Und auch die Mitarbeiter sollten sich zunächst einmal folgende Frage stellen: Ist meine Art zu kommunizieren im Gespräch mit einem Messebesucher aus dem Ausland angebracht – oder verbaue ich mir damit im Zweifelsfall von vornherein die Chance auf einen erfolgreichen Geschäftsabschluss? Eine interkulturelle Beratung kann hier helfen, ein insgesamt stimmiges Bild abzugeben und somit die Erfolgsaussichten auf einer internationalen Messe erheblich zu steigern. Möglich sind in diesem Zusammenhang kurze Briefings zu einzelnen Themen wie auch länderspezifische Trainings für die Messe-Mitarbeiter oder eine umfassende Beratung von  der Standkonzeption über Visitenkarten und Give-aways bis hin zum Training der Mitarbeiter.

Interkulturelles Training ist ja nicht gerade billig – lohnt sich das für mich überhaupt?
Eines steht fest: Eine Vielzahl an internationalen Geschäften scheitert aufgrund mangelnder interkultureller Kompetenz und Kommunikation. Bedenkt man nun, dass bei manchen Projekten allein schon die Verzögerung um einen Tag ein Vielfaches von dem kostet, was für eine interkulturelle Beratungsleistung aufgewendet werden muss, ist ein fundiertes interkulturelles Training mit Sicherheit lohnenswert.

Woher weiß der Trainer, was ich eigentlich brauche?
Vor jedem Training werden durch change.project sowohl eine Bedarfsanalyse der Teilnehmer durchgeführt als auch weiterführend die Trainingsziele mit dem Personalmanagement abgeglichen. Weiterhin wird ebenfalls im Vorfeld  des Seminars ein Fragebogen ausgeteilt, um die Bedürfnisse aller Teilnehmer zu erfassen. Somit können unsere Experten auch auf individuelle Wünsche reagieren und ihr Training gegebenenfalls entsprechend anpassen .

Ist es sinnvoller, einen deutschen Trainer oder jemanden aus dem Zielland für ein interkulturelles Training einzusetzen?
Unser Expertenteam besteht ausschließlich aus ausgesuchten Trainern, die langjährige, regelmäßige und aktuelle Erfahrungen im Umgang mit der jeweiligen Kultur ihres Ziellandes besitzen. Ein im Zielland erfahrener deutscher Trainer kann sich leichter in Ihre Probleme und möglichen Herausforderungen hineinversetzen, da in diesem Fall sowohl Trainer als auch Trainee aus der gleichen Kultur stammen. Ebenso ist es häufig so, dass die didaktisch-methodische Herangehensweise an ein Training durch einen deutschen Trainer vor deutschen Teilnehmern besser gelingt. Wie gelehrt und gelernt wird, unterscheidet sich teilweise erheblich von Kultur zu Kultur. In jedem Fall aber suchen wir den passenden Trainer für Ihre Anfrage. Dabei lassen wir uns von einer Vielzahl von Kriterien leiten, von denen die Nationalität des Trainers zwar auch eine ist, jedoch mit Sicherheit nicht die einzige.

Hat interkulturelle Kompetenz etwas mit Fremdsprachenkenntnissen zu tun?
Kultur und Sprache sind untrennbar miteinander verwoben. Selbstverständlich ist es nicht so, dass mit dem Erlernen einer Fremdsprache automatisch interkulturelle Kompetenz entwickelt wird – dazu beitragen können Sprachkenntnisse allerdings schon. Insofern ist eine Verbindung von interkulturellen Inhalten mit dem Spracherwerb eine gute Idee. Es geht nun einmal beim Sprachgebraucht nicht nur um eine Übersetzung von Wörtern und Begriffen, sondern um den Transport von Bedeutung. Bei Kommunikationsproblemen fehlt es oftmals nicht an Vokabeln oder der Grammatik, sondern an einem kulturangemessenen Gebrauch derselben. Wir haben dazu ein spezielles Training im Angebot: „Cross-Cultural Competence in English“. Dieses ergänzt optimal Sprache und Interkulturelle Kompetenz.