Interkulturelles Change Management

Wenn Unternehmen ihre Aktivitäten auf „das Ausland“ richten, dann bedeutet dies Veränderung auf unterschiedlichen Ebenen:
Die Mitarbeiter, die ins Ausland gehen, müssen auf die Kultur des entsprechenden Landes vorbereitet werden. Der Vertrieb muss sich auf den neuen Markt ausrichten. Und nicht zuletzt müssen die Mitarbeiter, die im Land bleiben, lernen, wie man mit den neuen Kollegen auch über die Entfernung hinweg effektiv kommuniziert.
Was sich so einfach anhört, erweist sich in der Praxis oft als beinahe unüberwindbare Hürde – etwa dann, wenn der Mitarbeiter im Ausland keinen Zugang zu seinen neuen Kollegen findet, die Mitarbeiter des Vertriebs die speziellen Anforderungen des neuen Marktes nicht kennen oder die eigenen Mitarbeiter in Deutschland die Arbeitsweise und den Alltag der Kollegen im Ausland nicht verstehen.
Aus diesen Gründen ist es mittlerweile fast schon selbstverständlich, dass die betreffenden Mitarbeiter im Vorfeld ihrer Entsendung ein „Interkulturelles Training“ absolvieren. In vielen Unternehmen werden zudem auch die Vertriebsmitarbeiter auf den neuen Markt sensibilisiert. Von den weiterhin in Deutschland agierenden Mitarbeitern wird hingegen meist erwartet, dass sie die neue Situation ohne Hilfestellung meistern. Schließlich bleiben sie ja im eigenen Land, was soll sich da schon für sie ändern?
Dabei wird oft übersehen, dass das Engagement eines Unternehmens im Ausland auch starke Auswirkungen auf die Niederlassungen im Inland hat. Auf den Punkt gebracht bedeutet dies, dass ein großes Veränderungsprojekt abläuft, ohne dass einer es bemerkt.
Nicht nur, dass die Mitarbeiter in Deutschland oft nicht wissen, wie sie mit den neuen Kollegen umgehen sollen – in vielen Fällen nehmen sie eine Niederlassung im Ausland nicht unbedingt als Teil ihrer Unternehmensidentifikation wahr – das Wir-Gefühl bleibt auf der Strecke, statt dessen entwickelt sich eine Aufspaltung in „wir“ und „die“.
Im Extremfall rufen die internationalen Aktivitäten eines Unternehmens bei den inländischen Mitarbeitern gar die Angst hervor, dass der eigene Arbeitsplatz demnächst ins Ausland verlegt werden könnte. Diese Befürchtungen tragen dann verständlicherweise nicht dazu bei, dass sich ein positives Verhältnis zwischen deutschen Mitarbeitern und dem jeweiligen Team im Ausland entwickeln kann.
Um hier Reibungsverluste zu vermeiden, ist einerseits die Sensibilisierung und Schulung der deutschen Mitarbeiter erforderlich, andererseits müssen diese auch mit ihren Befürchtungen um den Arbeitsplatz ernst genommen werden.
Und schon sind die Voraussetzungen für einen Veränderungsprozess mit allen Schwierigkeiten und Reibungsverlusten erfüllt.
Interkulturelles Change Management bedeutet in diesem Zusammenhang
- das gezielte Planen, Steuern und Umsetzen von Veränderungen in Unternehmen
- unter Einbeziehung aller Beteiligten und Betroffenen und
- mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Kultur und der Kultur des Ziellandes.
Durch gezielte Maßnahmen sowohl für entsandte als auch für zurückbleibende Mitarbeiter können interkulturelle Veränderungsprojekte so ablaufen, dass alle Beteiligten lernen, sich zu respektieren und die Andersartigkeit anzuerkennen.
Begleitende Maßnahmen – wie zum Beispiel der Aufbau interner interkultureller Kommunikationsstrukturen, Projektmarketing sowie Workshops, Teamentwicklung und Coaching der Führungskräfte – erhöhen die Akzeptanz bei Betroffenen und Beteiligten.
Jedes Unternehmen ist einzigartig. Deshalb entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Konzept für Ihr Unternehmen. Maßgeschneidert auf Ihre Zielländer, angepasst an Ihre Organisationsstrukturen und ausgehend von der Kultur Ihres Unternehmens in Deutschland.
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