International richtig präsentieren
Dass der Präsentierende sich im internationalen Umfeld ganz besonders auf seine Zielgruppe einstellen muss, dürfte nicht überraschen. Abgesehen von so grundlegenden Dingen wie der farblichen Gestaltung der Folien, angemessener Kleidung usw. gibt es dabei unter anderem folgende Punkte zu berücksichtigen:
- Wer wird in welcher Form durch wen zur Präsentation eingeladen?
- Wünschen die Zuhörer „Präsentation auf dem direkten Weg“, also zuerst die Hauptnachricht und anschließend die Begründung, weshalb das so ist? Oder sind sie anfangs unruhig und vermeintlich unkonzentriert, weil sie den indirekten Weg erwarten: also erst die Argumente zur Hinleitung und anschließend das Ergebnis?
- Lässt sich das Publikum leichter über Bilder oder über Texte „mitnehmen“?
- Ist gute Rhetorik gefordert oder sachlicher Inhalt? Oder gar beides?
- Interessieren wirklich alle Präsentationspunkte? Oder werden die Anwesenden durch Charts über Tradition und Geschichte des Unternehmens gelangweilt?
- Auch wenn es so aussehen mag, die Zuhörer schlafen nicht: Angehörige mancher Kulturkreise zeigen durch das Schließen der Augen ihre besondere Konzentration.
- Fragen während oder nach der Präsentation gelten in manchen Regionen als Form der Kritik – so als sei der Inhalt nicht ausreichend erläutert worden.
- In manchen Ländern ist lautes Pfeifen eine besonders starke Form des Applauses. In anderen Gegenden drücken Pfiffe Missbilligung aus.
- Winken zum Abschied interpretieren Zuhörer mancherorts als „komm zurück“ statt als „Adieu".
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