Vor der Schulung in die Schule
Eine fünftägige Schulung in Deutschland? Klingt spannend, dachten sich die Mitarbeiter der chinesischen Niederlassung und freuten sich darauf, den Hauptsitz des Unternehmens für Leiterplatten einmal kennen zu lernen. Dass sie die nächsten Tage allerdings nur zwischen Hotel und Schulungsräumen hin- und herpendeln würden, hätten sie im Traum nicht gedacht.
Viel schlimmer war allerdings die Tatsache, dass sie nicht einmal Zeit hatten, um Geschenke für Freunde und Familie zu besorgen. Um dies aber trotzdem erledigen zu können, schwänzten sie zunehmend Teile der Fortbildung. Damit verpassten sie allerdings nicht nur wesentliche Unterrichtseinheiten, sondern verärgerten zudem auch noch die Geschäftsführer, die ihnen Undankbarkeit unterstellten.
Diese jedoch übersahen in ihrem Unmut vollkommen, dass die Chinesen tatsächlich aus einer absoluten Notlage heraus schwänzten. Denn als Deutscher von einer weiten Reise ohne Geschenk zurückzukommen, ist kein Beinbruch. In China aber bedeutet es schlichtweg eine grobe Unhöflichkeit – und ist somit ein absolutes Tabu.
Fazit: Die jeweiligen Sitten, Gebräuche und Traditionen spielen eine entscheidende Rolle bei der Durchführung einer Schulung für ausländische Seminarteilnehmer. Berücksichtigt man dies als Veranstalter nicht, kann dies womöglich dazu führen, dass das Ziel der Weiterbildung komplett verfehlt wird.
Lösung: Ein interkultureller Experte weiß, auf was man bei der Vorbereitung von Seminaren und Schulungen für ausländische Mitarbeiter achten muss. Unsere Experten achten in diesem Zusammenhang sowohl auf die didaktische Umsetzung wie auch darauf, den Unterrichtsablauf so zu planen, dass er den Gewohnheiten und Bedürfnissen der jeweiligen Teilnehmer entspricht.
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